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chirurgischer Knoten

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Erkrankungen der Nebenniere Dr. Abidin Geles Copyright - All Rights Reserved: This document and all other data on the homepage are not to publish or reproduce without the permission of the author Dr. Abidin Geles. www.medwissen.ch abidin.geles@gmail.com Tumore der Nebenniere Man unterscheidet zwischen hormon-inaktiven und hormon-aktiven Tumoren der Nebenniere. 3% Aller Menschen haben eine Knotenbildung der Nebenniere 1-) Hormon-inaktive Tumoren 2-) Hormon-aktive Tumoren Tumoren der Rinde Tumoren des Marks: Primäre Hyperplasien: Adenome, Karzinome Sekundäre Hyperplasien: Durch übergeordnete Zentren wie zB ACTH stimulierte Tumoren Histologische Einteilung Gutartige Nebennierentumore Bösartige Nebennierentumore (Adrenokortikale Karzinome) Häufig hormoninaktiv Lange symtomlos bis Tumor an Größe zunimmt und oder in andere Organe oder Strukturen einwächst Bei hormonaktiven: Cushingsyndrom Überschuss an Sexualhormonen Vermehrte Körperbehaarung Glatzenbildung Vertiefung der Stimme bei Frauen Gynäkomastie bei Männer Risikofaktoren Alter Diagnostik Labor Plasmakatecholamine Adrenalin=Epinephrin Noradrenalin=Norepinephrin Dopamin=Prolaktostatin) Sonographie CT 10 % der Tumore werden in einem klinisch-stummen Stadium zufällig entdeckt (Inzidentalome, disease of modern technology), welche meistens gutartige Adenome oder Myelolipome sind. Sie müssen abgeklärt werden, da in ca. 5 % der Fälle Karzinome oder Metastasen sein können wie z.B. ein Phäochromozytom. Therapie Observanz: Tumoren, die kleiner wie 3 cm werden observiert. Operation: Tumoren, die größer sind wie 3 cm sollen chirurgisch entfernt werden, da sie maligne entarten können. Die Operation (einseitige oder partielle Adrenalektomie) kann offen oder laparoskopisch erfolgen. Nebennierentumore müssen immer entfernt werden. Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus) Überproduktion von Kortisol mit folgenden möglichen Symptomen: Gewichtszunahme an Bauch und Brust (Stammfettsucht) Vollmondgesicht und dicker Stiernacken Muskelabbau Rötliche Dehnungsstreifen an Bauch Diabetes mellitus Akne Bluthochdruck Vermehrte Körperbehaarung Osteoporose Psychische Störungen Hier muss eine genaue funktionelle und biochemische Diagnostik stattfinden. 70 % sind Adenome, 10 % ektope, paraneoplastisches ACTH-Syndrom. Bei einem paraneoplastischen ACTH-Syndrom muss man eine palliative, bilaterale Adrenalektomie durchführen. Wenn eine bilaterale Hyperplasie besteht muss man eine totale Adrenalektomie mit postoperativer Substitutionstherapie durchführen. Wenn nur eine Seite hyperplastisch ist wird eine unilaterale Adrenalektomie durchgeführt und keine partielle wegen fraglicher Dignität. Bei zentralem Cusching wird ein Adenom der Hypophyse operiert. Meist gutartig (Chushing-Adenom) Andere Ursachen: Hypophysentumore Bauchspeicheldrüsentumore Längere Einnahme von Glukokortikoiden Phäochromozytom Tumor des Nebennierenmarkes. Meistens gutartig. Sie kommen im Bereich des sympathischen Nervensystems vor und gehören zum APUD-System. In ca. 10 % der Fälle bilaterales oder extraadrenales Vorkommen. Klinik: Symotome durch eine Überproduktion der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin: Dauer- oder paroxysmale Hypertonie, familiär gehäuft Medikamentös kaum einstellbar Kopfschmerzen Schwindel Schweißausbrüche Herzrasen Zittern Diabetes mellitus Gewichtsabnahme Nervosistät Angstzustände Angina pectoris Es gibt auch einen extra-adrenalen Phäochromozytom im Bereich des Grenzstranges paralell zur Wirbelsäule Für die Diagnostik ist zusätzlich Szintigraphie mit Iod 131 MIBG durchzuführen. Therapie: Entfernung aller Tumore, wegen evtl. hypertensiver oder kardioarrhythmischer Entgleisung ist eine Alphablockade erzwingend. Conn-Syndrom (Primärer Hyperaldosteronismus) Verursacht durch einen Tumor der Nebennierenrinde; bilaterale Hyperplasie Hyperaldosteronismus: Hypokaliämie, Wasserretention Hypertonie Weitere Symptome: Kopfschmerzen Schwindel Hypokaliämie Muskelschwäche Muskelkrämpfe Verstärktes Durstgefühl Ursache meistens durch eine bilaterale Hyperplasie keine Operation, sondern Gabe von Spironolacton, Tumor Entfernung mit evtl. partieller Adrenalektomie Androgen-produzierende Tomoren: erworben, kongenital, androgenital Tumoren mit Feminisierung Bei Fragen / Feedback bitte E-Mail an abidin.geles@gmail.com DANKE Abidin Geles www.medwissen.ch